Bulkcarrier-Markt

Der Massengutfrachtermarkt ähnelt dem Tankermarkt, der jedoch nicht so differenziert ist. Hier dominieren ebenfalls Einzelfahrten im Spothandel. Die wichtigsten Kunden sind Bergbauunternehmen, Stromversorger, im Energiehandel tätige Unternehmen und Rohstoffhandelsgesellschaften. Im Gegensatz zum Tankermarkt gibt es auf dem Massengutfrachtermarkt eine Reihe von etablierten Margenhandelsunternehmen (Disponenten), die im Fracht- und Tonnagentermingeschäft als Dienstleister für die vorgenannten Kundengruppe tätig sind.

Viele Schiffe fahren unter Zeitcharterverträgen mit solchen Disponenten, die dem Schiffseigentümer für die Überlassung der Schiffe eine feste Charterrate zahlen.

Die Laufzeiten derartiger Zeitcharterverträge schwanken beträchtlich und können von drei Monaten bis zu mehreren Jahren Beschäftigungsdauer reichen.

Ergänzt wird der Massengutfrachtermarkt wird durch eine diversifiziertere Frachtterminkontraktbörse, die von der Baltic Exchange in London betrieben wird. Die Baltic Exchange veröffentlicht unter anderem den Baltic Dry Index (BDI), der sich je nach Schiffsklasse in folgende Teilindizes untergliedert: BHSI (Baltic Handysize Index) für die Handysizeklasse (28 000 tdw), BSI (Baltic Supramax Index) für die Supramaxklasse (52 454 tdw), BPI (Baltic Panamax Index) für die Panamaxklasse (74 000 tdw) und BCI (Baltic Capesize Index) für die Capesizeklasse (172 000 tdw).

Das Forward Freight Agreement (FFA) ist ein unter Kontrahenten handelbarer Termingeschäftsvertrag, der durch Clearinghäuser gegen die entsprechenden Indizes abgewickelt werden kann.

Die MARENAVE-Massengutfrachter fahren derzeit zu 25 Prozent unter langfristigen Fixed-Rate-Zeitcharterverträgen, zu 50 Prozent unter Spotmarktverträgen und zu 25 Prozent unter einer variablen indexgebundenen Zeitcharter mit Risikomanagementansatz, bei der wir die Option haben, eine feste Frachtrate festzuschreiben, die mit dem Wert der FFA-Forwardkurve abgeglichen ist.